Project without external funding

Frauen - Migration - Drogen. Frauenspezifische Ansätze in der Interkulturellen Suchthilfe


Project Details
Project duration: 01/200012/2001


Abstract
Zunächst weitgehend unbemerkt von den Fachkreisen der Drogenhilfe sowie der Öffentlichkeit hat sich seit den siebziger Jahren eine 'User'-Gruppe von Migrantinnen und Migranten herausgebildet. Seit einigen Jahren wächst jedoch das Bewußtsein, daß auch Migranten zum Teil mit massiven Suchtproblemen zu kämpfen haben. Fernab von dem besonders von den Medien geschürten 'Dealerimage' wird jetzt mehr und mehr deutlich, daß Migranten ebenfalls als Betroffene zur Zielgruppe der Drogenhilfe gehören. Bezüglich nichtdeutscher weiblicher Konsumentinnen bzw. einer frauenspezifischen Drogenproblematik und -gefährdung scheint es innerhalb der Forschung und der Fachdiskussion aber nach wie vor einen 'blinden Fleck' zu geben. Insgesamt läßt sich feststellen, daß die Diskussion um die Interkulturelle Suchthilfe geschlechtsspezifische Aspekte vermissen läßt und die Wahrnehmung von Betroffenen fast ausschließlich auf männliche Konsumenten ausgerichtet ist. Ziel des Projektes ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis frauenspezifischer Suchtarbeit mit der Theorie und Praxis von migrantInnenspezifischer bzw. interkultureller Suchtarbeit. Der Fokus richtet sich dabei auf die Umgangsweisen, Sensibilisierungen und Konzeptansätze, die in der Drogenhilfe (insbesondere für den Bereich der "harten Drogen" ) derzeit vorhanden sind. Zu diesem Zweck sollen qualitative (leitfadengestützte) Interviews mit ExpertInnen durchgeführt werden.

Last updated on 2017-11-07 at 13:48