Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Beiträge der flächendeckenden Landschaftsplanung zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 06/200310/2004


Zusammenfassung
Durch die Novellierung des BNatSchG wurde das Aufgabenspektrum und die Anknüpfungspunkte der Landschaftsplanung erweitert. In den Ländergesetzen und der Planungspraxis sind diese Grundlagen derart auszugestalten, dass die Landschaftsplanung stärker Einfluss auf raumrelevante Entscheidungen nehmen kann. Dadurch ist sie befähigt, einen planerischen Beitrag zur Reduzierung und Qualifizierung der Flächeninanspruchnahme zu leisten. Hierfür ist zum einen eine engere inhaltliche, methodische und strukturelle Verknüpfung der Landschaftsplanung mit anderen nationalen und europarechtlichen Instrumenten sowie Stragien und zum anderen eine Weiterentwicklung der Landschaftsplanung erforderlich. In diesem Zusammenhang werden u.a. die Aufgabenabschichtung und die Modularisierung der Landschaftsplanung (Baukastenprinzip) diskutiert. Deren Kerninhalte und -kompetenzen wurden in Punkt 1 der "Perspektiven und Strategien für die Landschaftsplanung" bei einem vom BfN veranstalteten Expertenworkshop definiert. Für ergänzende Module liegen zum Teil sektorale Anforderungsprofile (Forschungsergebnisse, Veröffentlichungen) vor, andere sind noch zu erstellen. Aufgabe des Projektes ist, die Bausteine zu systematisieren und für ein weiterführendes Konzept auf Zielstimmigkeit und Akzeptanz hin zu überprüfen. Erforderlich ist ein möglichst frühzeitiges Einbeziehen breiter Erfahrung und vernetzter Kriterien. So sind bspw. die Beiträge zur Reduzierung und Qualifizierung von Flächeninanspruchnahme im Spannungsfeld zwischen den Nachhaltigkeitszielen der Bundesregierung und der Planungshoheit der Kommunen zu bewerten. Die künftige Entwicklung der Landschaftsplanung ist daher sowohl naturschutzintern als auch in integrierten bezügen zu diskutieren. Im Rahmen des Vorhabens sind Vorgehensweisen und Maßstäbe vorzuschlagen, mit denen sich die Effektivität von (obligatorischen) Kern- und (fakultativen) Zusatzmodulen der Landschaftsplanung messen lassen.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 15:00