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Prognose der morphologischen Änderungen in Mittelgebirgsfließgewässern - Fortsetzungsprojekt


Project Details
Project duration: 07/200004/2003


Abstract
Das Forschungsprojekt "Prognose der morphologischen Änderungen in Mittelgebirgsfließgewässern" ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe "Physikalische und Angewandte Sedimentologie" unter der Leitung von Prof. Tietze, Institut für Geologie und Paläontologie der Philipps-Universität Marburg und des Fachgebietes Wasserbau und Wasserwirtschaft unter Leitung von Prof. Tönsmann, an der Universität Gh Kassel. Der geologisch-sedimentologische Teil untersucht die Herkunft; Qualität und räumliche Verbreitung sowie die Verfügbarkeit der Geschiebe in den Ufern, aber auch die Flussmorphologie, eingebunden in den geologischen Rahmen. Die geologischen und sedimentologischen Parameter, besonders die Geometrie der sich heute in Reichweite fluvialer Erosion befindender Sedimentkörper, sind direkt an den Entwicklungsgang des heutigen Flusslaufes von seinem Vorläufer-Flusssystem gekoppelt. Daher ist es unbedingt erforderlich, auch die geologische Geschichte des Referenzgewässers Bauna zu verstehen. Die Hauptintention der wasserbaulichen Untersuchungen liegt auf der Beschreibung und Prognose der morphologischen Prozesse. Um diese nachvollziehen bzw. durchzuführen, wurden Verfahren zur Messung des Geschiebetransports in Mittelgebirgsfließgewässern entwickelt und getestet, mit deren Ergebnissen ein morphodynamisches Simulationsprogramm für das Bachsystem kalibriert wurde. Basierend auf den Simulationsergebnisse werden die Auswirkungen wasserbaulicher Maßnahmen auf den Geschiebehaushalt des Untersuchungsgewässers prognostiziert. Die von den Projektpartnern erarbeiteten Erkenntnisse sind in einem allgemein einsetzbaren "Sedimentologisch-hydraulischen Bewertungsschlüssel für Mittelgebirgsfließgewässer" zusammengestellt. Er beinhaltet eine Kartieranleitung und ermöglicht die Bewertung der Uferstabilität ("Erosionspotential") als kurzfristiges Prognoseverfahren morphologischer Änderungen, sowie den Geschiebevorrat in der Talaue ("Geschiebepotential") hinsichtlich eines Prognoseversuches der morphologischen Änderungen, die mittel- und langfristig möglich sind.

Last updated on 2017-11-07 at 15:00