Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Systematik und Phylogenie der Gattung Fosterella (Bromeliaceae)


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 01/200202/2012


Zusammenfassung
Fosterella-Arten sind mesophytische, terrestrische Pflanzen aus der Familie der Bromeliengewächse. Das Verbreitungsgebiet der Gattung reicht von Mittel- bis Südamerika, mit einem Diversitätszentrum in ariden und semihumiden Lebensräumen Boliviens. In der letzten umfassenden Bromelien-Monographie von Smith and Downs (1974-1977) werden 13 Fosterella-Arten aufgeführt. In den letzten Jahren wurden jedoch zahlreiche neue Spezies entdeckt, so dass man mittlerweile von ca. 30 Arten ausgeht. Da die meisten Arten recht selten sind und nur in besonderen Lebensräumen vorkommen, ist die Entdeckung weiterer Arten in naher Zukunft zu erwarten.
Über Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den einzelnen Arten gibt es bisher nur Vermutungen. Wir untersuchen die Systematik und Phylogenie der Fosterella-Arten mit Hilfe traditioneller und molekularer Methoden.. Auf der traditionellen Seite umfassen die Arbeiten eine klassische Revision der Gattung, auf der Basis von Lebend- und Herbarmaterial. Auf der molekularen Seite kommen sowohl Methoden des genetischen Fingerabdrucks (z.B. amplified fragment length polymorphism: AFLP) als auch die vergleichende Sequenzierung von bisher vier verschiedenenen Chloroplasten-DNA-Loci zum Einsatz. Mit Hilfe dieser Methoden stellte sich bisher heraus, dass Fosterella monophyletisch ist und sich in sechs definierte innerartliche Gruppen aufteilt (Rex et al. 2007). Aktuell werden weitere Chloroplastenmarker sowie informative Kern-DNA-Marker für den Einsatz in Fosterella entwickelt. Letztere beruhen auf der Sequenzierung von variablen Abschnitten von single-copy-Genen, wie z.B. dem Phosphoribulokinasegen (PRK). Mit Hilfe dieser neuen Marker soll zum einen eine verbesserte Systematik und Phylogenie der Gattung Fosterella aufgestellt werden, zum anderen sollen sie zur Aufklätung der Biogeographie der Fosterella-Arten und von Artbildungsprozessen in den Hochtälern der bolivianischen Anden beitragen


Forschungsfelder



Publikationen

2009
2008
2008
2008
2007
2007
2002
2000

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 15:00