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Verhandlungen über die Liberalisierung des Handels mit Dienstleistungen ("GATS 2000")


Project Details
Project duration: 05/200101/2002


Abstract
Die Studie strebt an, die potenziellen Auswirkungen der voraussichtlichen Verhandlungspositionen der Europäischen Kommission auf die Beschäftigten im Dienstleistungssektor Deutschlands zu skizzieren. Sie soll dabei den Vertretungsorganen der Betroffenen das Verhandlungsprozedere des GATS 2000 verständlich machen, potentielle Problemlagen identifizieren und damit eine Grundlage für vertiefende Analysen bilden.
Folgende Fragen sollen explorativ bearbeitet werden:
1. Welche Positionen vertritt die Europäische Kommission, welche Forderungen stellen ihre Verhandlungspartner und welche Themen könnten Gegenstand ernsthafter Verhandlungen werden?
2. Welche Verhandlungsthemen haben potentiell die größten Auswirkungen auf die Beschäftigten?
3. Welche Dienstleistungsbereiche werden von einem verbesserten Marktzutritt in anderen Ländern am meisten profitieren? Wie beschäftigungswirksam sind diese neuen Exportchancen und auf welche Beschäftigtengruppen verteilen sich diese?
4. Welche Bereiche werden von einer Liberalisierung des Zutritts zum deutschen Markt am stärksten betroffen sein? Dabei ist zu vermuten, dass der Klärung der GATS-Zuständigkeit für öffentliche Dienstleistungen und für grenzüberschreitende Personenbewegungen eine besondere Bedeutung zukommen wird.
In einem ersten Schritt werden die bisherigen GATS-Verpflichtungen der EU sowie der Stand ihrer Umsetzung systematisch erhoben. Im zweiten Schritt sollen die möglichen Verhandlungspositionen eruiert werden, wobei auch die Positionen der Bundesrepublik sowie ihre Einflussmöglichkeiten auf die EU-Strategie abzuschätzen sind. Im dritten Schritt werden diejenigen Bereiche identifiziert, in denen Veränderungen am wahrscheinlichsten und am umfangreichsten sind. Im vierten, zentralen Schritt werden die einzelnen Problemlagen skizziert. Schließlich sollen Methoden diskutiert werden, wie potentielle Auswirkungen bei Bedarf in künftigen, vertiefenden Studien ermittelt werden können.
Methodisch sollen Sekundäranalysen zum GATS und zum Dienstleistungshandel, die Verpflichtungen und die Umsetzungsmaßnahmen der EU sowie ihre Verhandlungspositionen ausgewertet werden.

Last updated on 2017-11-07 at 15:00