Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Feldspektroskopische Erfassung von Leguminosen/Gras-Gemengen


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 02/200502/2009


Zusammenfassung
Etablierung, Bestandesentwicklung und Futterwerte verschiedener Leguminosen/Gras-Gemenge

Das Projekt ist eingebettet in ein EU-weites Forschungsprojekt (COST 852), das sich mit der Bedeutung der Leguminosen für die Biodiversität und Leistungsfähigkeit der Futterproduktion in Europa beschäftigt. Der Anbau von Futterleguminosen spielt in der ökologischen Landwirtschaft eine zentrale Rolle. Durch die Fähigkeit der Leguminosen Stickstoff aus der Luft zu fixieren, liefern sie einen wertvollen Beitrag für die Stickstoffzufuhr in den Betriebskreislauf. Zusätzlich stellen Futterleguminosen ein sehr proteinreiches Futter dar, welches für eine leistungsorientierte Tierhaltung wichtig ist. Untersucht werden Rotklee, Weißklee, Luzerne und Hornklee mit den Mischungspartnern Deutsches Weidelgras, Knaulgras und Chicoree. Zusammenhänge zwischen Biomasseaufwuchs, Artenzusammensetzung, Stickstofffixierungsleistung, futterbaulichen Qualitätsparametern und zahlreichen Umweltbedingungen sollen dokumentiert werden.

Schwerpunkt Feldspektroskopie
Unter Feldbedingungen weist die botanische Zusammensetzung von Grünlandbeständen eine große Variationsbreite auf, die verschiedene wichtige agronomische Faktoren wie die Futterqualität und den Ertrag beeinflusst.
Kontinuierliche Erfassungen des Ertragsanteils der Leguminosen auf allen Teilflächen einer Grünlandfläche würden des Verständnis der Nährstoffdynamik erhöhen und es ermöglichen darauf aufbauend gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um diese Flächen effizienter zu bewirtschaften. Mit Hilfe feldspektroskopischer Messungen sollen Modelle entwickelt werden, die es ermöglichen den Anteil der Leguminosen in einem Bestand kleinräumig zu erfassen. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass hierbei die Beerntung des Bestandes überflüssig würde, da lediglich die Reflexion der einfallenden Sonnenstrahlen am Bestand gemessen wird. Aus der für jeden Pflanzenbestand typischen Reflexionskurve sollen die entsprechenden Informationen abgeleitet werden und auf den Anteil der Leguminosen im Bestand geschlossen werden. Daraus könnte sich eine wesentlich schnellere Erfassung des Leguminosenanteils auf Flächen ergeben und es ermöglichen ohne großen Aufwand diese Bestimmung häufiger vorzunehmen.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 15:01