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Dichte in der Stadt


Project Details
Project duration: 01/199512/1997


Abstract
Die Bedeutung des Themas Dichte in der Stadt hat in den letzten Jahren beschleunigt durch die politische Entwicklung in Deutschland zugenommen. Als Folge einer falsch konzipierten Dichte entstehen in Innenstädten tausende von Quadratmetern Leerstand. Obwohl in Großstädten noch immer Wohnungsbau benötigt wird und gerade in den Zentren der Stadt die Verödung nach Ladenschluß droht, leisten sich Kommunen zeitgleich die Herstellung von überflüssigen Dienstleistungsflächen.

In Kassel werden Anstrengungen unternommen, auf dem seit fast fünfzig Jahren abgeräumten Gelände der ehemaligen Unterneustadt Wohnen, Handel, Dienstleistung und Gewerbe als vorbildliches Dichtemodell neu zu bauen, während durch Umnutzung, Auslagerung und Konversion an anderen Orten der Stadt Flächen frei werden und der vorhandene Stadtkern nach Feierabend menschenleer bleibt. Die hohe bauliche Dichte der Innenstädte bleibt eine rein bauliche Dichte und wird nicht zur belebten städtische Dichte.

Das Instrument der Parzellierung, wie in Kassel, Frankfurt und Tübingen eingesetzt, ist noch nicht bewertbar, da die bauliche Umsetzung fehlt. Die Beispiele dichter Wohnbebauungen sind von der Struktur der Bauträger und der Größe der verfügbaren Grundstücke geprägt. Aus Vergleich und Bewertung entstehen Anhaltspunkte für Veränderungen, von denen praktizierende ArchitektInnen, PlanerInnen und Hochschulen, aber auch Kommunen und Bauträger profitieren können.

Das Forschungsvorhaben schafft Grundlagen für aufbauende, interdisziplinäre Forschung bei der Bewertung der unterschiedlichen Elemente und Auswirkungen von Dichte.

Im Rahmen des Vorhabens ist bereits eine Veröffentlichung entstanden, die sich mit Begriffen, Thesen und Beispielen alter und neuer Bauformen auseinandersetzt (Imke Bonin: Wohn-Dichte Zwei Komma Null, 1995 Kassel, Hrsg. A. Eichenlaub)


Last updated on 2017-11-07 at 15:03