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p0es1s ? Poetologie digitaler Texte


Project Details
Project duration: 20012004


Abstract
Das Projekt "p0es1s - Poetologie digitaler Texte" widmete sich Fragen, die der Einsatz von Computer und Internet für die ästhetische Produktion, Darstellung und Rezeption von digitalen Texten aufwirft. Der Fokus lag auf ästhetische Projekte, die die Spezifika digitaler Medien nutzen. Allerdings ist damit nicht nur Hypertext- oder Internet-Literatur gemeint, sondern alles, was unter spezifisch hypermedialen Bedingungen produziert wird, also etwa auch Arbeit mit Programmiersprachen, Textgeneratoren, Datenbanken oder raumgreifende interaktive Installationen, wie sie im Internet undenkbar wären. Es hat sich eine Vielzahl an digitalen Kunstformen herausgebildet, die zum Gegenstand dieses Forschungsprojektes gehören, wobei der Fokus auf digitaler Poesie liegt. Aus wissenschaftlicher Perspektive liegen in der Zwischenzeit verschiedene Kategorisierungs- und Begriffsversuche vor, die deutlich machen, dass sich digitale Literatur- und Kunstformen im Spannungsfeld zwischen Innovation (den veränderten Bedingungen digitalen und vernetzten Schreibens sowie der Multimedialität) und Tradition (im Rückgriff auf die Tradition der literarischen und künstlerischen Avantgarden) bewegen.
Das Anliegen des Projektes p0es1s war von Anfang an eine Intensivierung des Diskurses zwischen Theoretikern und Praktikern, der seit dem ersten p0es1s-Symposion im Jahr 2000 an der Universität Kassel etabliert wurde. Das p0es1s-Projekt veranstaltete im September 2001 in Erfurt ein Symposium, das von der DFG mit fast DM 15.000 und von der Brückner-Kühner-Stiftung mit weiteren 10.000 DM gefördert wurde. Im Jahr 2004 fand, veranstaltet von der literaturWERKstatt berlin und der Stiftung Brückner-Kühner die weltweit größte Ausstellung zur digitalen Poesie in den Ausstellungshallen des Berliner Kulturforums statt (p0es1s. Digitale Poesie, 12.02.-04.04-04). Das parallel dazu veranstaltete internationale Kolloquium suchte erneut den Dialog zwischen Theoretikern und Praktikern digitaler Texte - mit einem besonderen Augenmerk auf dem Verhältnis zwischen der Ästhetik des Codes und der Ästhetik des Interfaces. Das Projekt in Berlin wurde von der Kulturstiftung des Bundes mit 249.000 ? und von der Stiftung Brückner-Kühner mit 10.000 Euro unterstützt. Zur Eröffnung der Ausstellung erschien ein Katalog sowie das Diskursbuch "Ästhetik digitaler Poesie / The Aesthetics of Digital Poetry (bei Hatje Cantz).


Publications

2004
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2003
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2000
2000
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Last updated on 2017-11-07 at 15:04