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Ein existentialer Begriff der Soziologie


Project Details
Project duration: 01/200712/2007


Abstract
Das Vorhaben ist aus einer internationalen Heidegger-Konferenz hervorgegangen, die am WZ für Kulturforschung durchgeführt und von der DFG gefördert wurde. Es ist von der Annahme geleitet, daß ein bestimmendes und durchlaufendes Motiv des Heideggerschen Denkens, in allen seinen Phasen, in der kritischen Reflexion wissenschaftlicher Erkenntnis liegt. Von besonderem Interesse sind in dieser Hinsicht Heideggers Überlegungen zu einem „existentialen Be-griff der Wissenschaft” in der Daseinsanalytik. Dennoch sind diese Überlegungen in der ansonsten außerordentlich breiten und detail-lierten Heidegger-Froschung vergleichsweise wenig beachtet wor-den, und dies erstaunlicherweise vor allem hinsichtlich ihrer möglichen Bedeutung für ein angemesseneres Selbstverständnis der Humanwissenschaften im allgemeinen, der Soziologie im besonderen. Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab, diesen Mangel zumindest für die Soziologie zu beheben. Es besteht aus zwei eng miteinander verbundenen Teilprojekten. Das erste zielt auf eine daseinsanalytische Erhellung und Kritik soziologischer Erkenntnis (in ihren gegebenen, unterschiedlichen Ausprägungen), das zweite auf die systematische Ausarbeitung einer Philosophie des „Mitseins”, für die Heideggers Denken nach der ?Kehre? sowie die jüngere Heidegger-Rezeption, insbesondere in Frankreich, wichtige Anstöße resp. Herausforderungen enthalten. Für das zweite Teilprojekt soll eine Förde-rung durch die DFG beantragt werden.
Johannes Weiß (Hrsg.), Die Jemeinigkeit des Mitseins. Die Daseinsanalyse Martin Heideggers und die Kritik der soziologischen Vernunft, Konstanz 2001 Nietzsche, Weber, Heidegger: Denken im Zeichen des Nihilismus, in: Kulturwissenschaftliche Studien 7 (Kulturphilosophische und Ästhetische Reihe), hrsg. von Hans-Jürgen Lachmann u. Uta Kösser, Leipzig 2003, S. 16-23

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