Project without external funding

WATCLIM- Dialogue on Water and Climate


Project Details
Project duration: 03/200206/2003


Abstract
Zielsetzung
Der "Dialogue on Water and Climate" wurde im Jahr 2001 auf der Global Water Conference in Bonn zum Umgang mit einer knappen Ressource ins Leben gerufen. Mit Hilfe des Dialogue on Water and Climate soll die Diskussion sowie der Informationsfluss zwischen Wassermanagern, Experten und Entscheidungsträgern zu einem nachhaltigen Umgang mit Wasser gefördert werden. Ziel dieses Projekts ist die Verbreitung und Veröffentlichung von gewonnen Kenntnissen und Informationen bezüglich der Auswirkungen des zukünftigen Klimawandels bzw. der Klimavariabilität auf die Wasserressourcen sowie die Gefährdung der Bevölkerung hinsichtlich der Folgen.

Ergebnis
Mit Hilfe des am Zentrum für Umweltsystemforschung entwickelten globalen Wassermodells WaterGAP 2 wurden die Einflüsse des globalen Klimawandels und der sozioökonomischen Entwicklung auf die Wasserverfügbarkeit und den Wasserbedarf berechnet. Darüber hinaus wurden Indikatoren entwickelt, die zur Identifizierung von Regionen beitragen, die unter Wasserstress stehen oder sogar einen Krisenherd darstellen. Um die Bandbreite der zukünftigen Klimaauswirkungen auf die Wasserressourcen quantifizieren zu können, wurden die Niederschlags- und Temperaturdaten zweier globaler Klimamodelle, HadCM3 vom Hadley Centre (Pope et al. 2000) und ECHAM4 vom Max Planck Institut (Roeckner et al. 1996), verwendet. In Betracht gezogen wurden zwei Emissionsszenarien des Intergovernmental Panel on Climate Change (SRES A2 und B2) (IPCC, 2000).
Resümee dieser Studie ist, dass die Klimaszenarien in großen Teilen der Erde zu einer Zunahme der Wasserverfügbarkeit führen. Gleichzeitig verringert sich jedoch auch die Ressource in den Gebieten, in denen der Niederschlag abnehmen bzw. die Temperatur zunehmen wird. Dies wird vornehmlich im Mittleren Osten, im Südwesten Russlands sowie im Norden Südamerikas und in Teilen Afrikas und Australiens sein. Basierend auf den Studien der zukünftigen Wasserverfügbarkeiten können auch Aussagen über das Auftreten von extremen Ereignissen (Hochwasser, Trockenheit) getroffen werden. In den humiden Regionen der Erde, z.B. West-Indien, Nord-China oder Argentinien wird sich die Wahrscheinlichkeit von Hochwasserereignissen erhöhen. Demgegenüber werden sich in Zukunft die Wiederkehrintervalle von Trockenheiten in ariden Regionen wie z.B. in den Mittelmeerregionen, Türkei, Mittlerer Osten sowie in Teilen der USA verkürzen. Die Abbildung zeigt eine globale Karte, die die Zunahme von Extremereignissen in der Zukunft, hier 2070, verdeutlicht. Erstellt wurde diese Karte durch die Kombination des Variationskoeffizienten des Abflusses mit der Veränderung des mittleren jährlichen Niederschlags, jeweils in der Gegenüberstellung der heutigen Situation mit der zukünftigen. Eine Zunahme in der Variation und eine Zunahme des mittleren Jahresniederschlags weist auf einen Anstieg von Hochwasserereignissen hin. Ähnliches gilt für die Trockenheiten durch eine Zunahme der Variation in Kombination mit einer Abnahme des Niederschlags.

Weiterführung
Die Untersuchung wurde 2003 abgeschlossen und die Ergebnisse wurden in einem Bericht anlässlich des dritten Weltwasserforums in Kioto (2003) vorgestellt (Alcamo et al., 2003). Außerdem sind die Ergebnisse dieser Studie auf der projekteigenen Webseite http://www.usf.uni-kassel.de/watclim dargestellt.


Last updated on 2017-11-07 at 13:30