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Altes Testament, moderne Literaturtheorie und Gender-Forschung


Project Details
Project duration: 10/200410/2010


Abstract
Ziel des Projekts ist die systematische Erforschung biblischer Texte mit gender-bewussten literaturwissenschaftlichen Herangehensweisen und die Reflexion der Methodik als Beitrag zur Präzisierung feministisch-exegetischer Hermeneutik. Im Zuge des canonical approach, der verstärkt mit literaturwissenschaftlichen Ansätzen arbeitet, muss das Verhältnis von Kanon, Macht und Geschlecht bestimmt werden. Dazu halten feministische und literaturwissenschaftliche Ansätze präzise Instrumentarien bereit. Nicht zureichend geklärt ist bislang die Frage nach der Verbindung moderner literaturwissenschaftlicher Methodik und antiken, in diesem Fall biblischen Texten. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Kontext Kanon, also die Hervorhebung eines Sets von Texten als privilegiertem Intertext? Mehrere Literaturwissenschaftler, die in den Bibelwissenschaften rezipiert werden, haben ihren Ansatz anhand eines eng begrenzten Textbereichs entworfen und teilweise sogar explizit darauf beschränkt (z.B. Vladimir Propp und Mikhail Bakhtin). Sind diese methodischen Herangehensweisen prinzipiell übertragbar? Gibt es Grenzen für eine solche Rezeption in die Bibelwissenschaften hinein?

Veröffentlichungen im Druck Zeit, Raum, Figuren, Blick. Hermeneutische und methodische Grundlagen der Analyse biblischer Erzähltexte, in: Protokolle zur Bibel (erscheint 2006). Dialogische Autorität. Feministisch-theologische Überlegungen zur kanonischen Schriftauslegung, in: Antonio Autiero (Hrsg.), Jahrbuch des Centro per le scienze religiose, Trento (erscheint 2005).



Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 13:39