Externally funded project

Rechtspopulismus in d. Zivilgesellschaft (Tagung zum Projekt Rechtspopulismus in d. Zivilgesellschaft)


Project Details
Project duration: 02/202010/2020


Abstract



Rechtspopulismus ist längst nicht mehr nur Gegenstand der
Bewegungs- und Parteienforschung, bzw. als parteipolitisches
Einstellungsphänomen relevant, sondern stellt die Zivilgesellschaft als Ganzes
vor neue Herausforderungen. Gerade in den vergangenen zwei Jahren sorgten
rechtspopulistische Aktivitäten und Gruppen in zivilgesellschaftlichen Arenen
für mediale Aufmerksamkeit: So etwa die Mobilisierungen von PEGIDA, das Werben
„Alternativer Gewerkschaften“ um Betriebsratssitze, die rassistischen
Interventionen in der „Özil-Debatte“ im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft
2018 oder die Diskurse um die Einladung von AfD-VertreterInnen zu den
Kirchentagen. Diese Beispiele zeigen, dass die aktuellen politischen
Konfliktlinien – die mit dem Erstarken des Rechtspopulismus verbunden sind –
auch durch die Zivilgesellschaft verlaufen und eine Herausforderung für eine
offene Gesellschaft und die Demokratie darstellen. Aus diesen Beobachtungen
lassen sich unterschiedliche Fragen ableiten: Suchen rechtspopulistische
Akteure und Gruppierungen gezielt nach gesellschaftlichen Zugängen und
Verwurzelungen in zivilgesellschaftlichen Räumen? Unterscheiden sich die
Dynamiken in West- und Ostdeutschland? Welche Akteure, Gruppen oder Netzwerke
sind erkennbar? Welche Motive und Ziele verfolgen diese? Sind rechte
Interventionsversuche Ausdruck eines übergeordneten Hegemonieprojektes, das mit
spezifischen Vorstellungen des politischen und gesellschaftlichen
Zusammenlebens verbunden ist? Welche Umgangsforen sind erkennbar und wie wirken
diese? Inwieweit hat die wissenschaftliche Forschung bereits eine Sensibilität
für diese Fragen entwickelt? Die Tagung zielte darauf, Ursachen, Phänomene
und Umgangsformen im Verhältnis von Rechtspopulismus und Zivilgesellschaft zu
diskutieren. 



 


Last updated on 2020-11-11 at 12:07

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