Contribution in edited book
Und dann werfen wir den Computer an - Anmerkungen zur Methodik der DSGE-Modelle



Publication Details
Authors:
Michaelis, J.
Editor:
Michaelis, Jochen
Publisher:
Duncker & Humblot
Place:
Berlin
Publication year:
2013
Pages range:
67-82
Book title:
Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise: Ansätze für eine erfolgreiche Geld-, finanz- und Immobilienpolitik
Title of series:
Studien zur Kredit- und Finanzwirtschaft
Volume number:
190/2013

Abstract
Die Kluft zwischen den professionellen Makroökonomen und der (Fach-)Öffentlichkeit ist nicht zuletzt angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise größer geworden. Vordergründig mag dies in dem Vorwurf münden, die Makroökonomen hätten mit ihren Modellen die Krise nicht vorhergesehen, aber dies ist mehr Reflex der Unkenntnis darüber, was Modelle leisten oder eben nicht leisten können. Etwas tiefer geht der Vorwurf, die in der Forschung dominierenden DSGE (Dynamic Stochastic General Equilibrium)-Modelle seien „blutleer", die Makro reduziere sich weitgehend auf das Hantieren mit griechischen Buchstaben, die ökonomische Intuition ginge verloren. Wenn selbst solide ausgebildete Diplom-Volkswirte die Grundmechanismen von Schocks und/oder Politikmaßnahmen nicht mehr nachvollziehen können, dann geht die Akzeptanz und damit die notwendige Bedingung für eine Umsetzung in die Wirtschaftspolitik verloren. Ziel dieses Beitrags ist es zu verdeutlichen, warum wir auf der einen Seite solche abstrakten Modelle für die Forschungsfront benötigen, warum wir aber gleichwohl im Hörsaal an dem Verwenden kleiner handlicher Modelle festhalten sollten.


Authors/Editors

Last updated on 2019-25-07 at 11:28