Contribution in edited book
Gesundes Führen für effiziente Organisationen der Zukunft



Publication Details
Authors:
Sträter, O.; Siebert-Adzic, M.; Schäfer, E.
Editor:
Grote, S
Publisher:
Springer Berlin Heidelberg
Place:
Heidelberg
Publication year:
2012
Pages range:
307-330
Book title:
Die Zukunft der Führung
ISBN:
978-3-642-31051-5

Abstract
Die psychologischen Aspekte einer guten Führung sind seit Jahrzehnten recht gut erforscht. Beispielsweise ist bekannt, dass der Entscheidungsspielraum ein wichtiges Kriterium für Arbeitszufriedenheit und Produktivität ist (z. B. Ulich 1994). Dennoch ändert sich -- trotz zahlreicher Seminare zum Führungsverhalten, welche die derzeitigen Erkenntnisse zusammenfassen -- in den Organisationen hinsichtlich der Führungsqualität nur wenig. Dies zeigt sich in einer Reihe von empirischen Befunden (Zusammenfassungen z. B. in Kromm und Frank 2009). Insbesondere weist der Gesundheitsreport des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen seit 2009 mehr als 10 {\%} der Arbeitsunfähigkeitstage von Mitarbeitern und Führungskräften über alle Berufssparten dem Aspekt schlechter Führung zu. Krankheit ist jedoch nur die Spitze des Eisberges einer ineffizienten Organisation; ungesunde Führung hat für einen Betrieb hinsichtlich Motivation, Produktivität und Qualität bereits weitaus früher Folgen. Vor diesem Hintergrund befasst sich der Artikel zunächst mit den kognitiven Gründen für ineffiziente Führung und der Verbindung von Führung und Gesundheit. Er zeigt auf Basis dieser Zusammenhänge ein kognitiv-emotionales Erklärungsmodell, warum wir als Menschen immer wieder in ungesundes Führungsverhalten verfallen. Warum tun wir uns so schwer im Umgang mit dem System {\glq}Mensch{\grq}? Warum gelingt es uns offensichtlich nicht, effizientes Führen und gesundes Führen durch einfaches Lernen von Verhaltensregeln in Führungskräftetrainings umzusetzen? über die Erklärung, in welcher Weise Emotionen in den kognitiven Verarbeitungsmechanismus des Menschen eingebunden sind und welche Auswirkungen ein fehlender Umgang mit (positiven wie negativen) Emotionen für Mitarbeiter, Führungskräfte sowie Unternehmen im Hinblick auf Abwesenheitsstatistiken haben kann, wird ein Ansatz abgeleitet, wie sowohl auf der individuellen als auch auf der organisatorischen Ebene gesünder bzw. effizienter geführt werden kann und welche Möglichkeiten zur Prävention bzw. zum Umgang mit negativen Emotionen bestehen.


Research Areas


Last updated on 2019-25-07 at 12:05