Beitrag in einem Tagungsband
Gebrauchstauglichkeit und kontextabhängige Akzeptanz sprachbasierter Smartphone-Steuerung in Bezug auf jüngere und ältere Nutzer



Details zur Publikation
Autor(inn)en:
Radziwill, M.; Kniewel, R.; Schmidt, L.
Herausgeber:
VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik
Verlag:
VDI-Verlag
Verlagsort / Veröffentlichungsort:
Düsseldorf
Publikationsjahr:
2016
Seitenbereich:
81-92 *** Best Paper Award ***
Buchtitel:
Useware 2016: Mensch-Technik-Interaktion im Industrie 4.0 Zeitalter (Dresden 2016)
Titel der Buchreihe:
VDI-Berichte
Bandnr.:
2271
ISBN:
9783180922713

Zusammenfassung, Abstract

Um die Gebrauchstauglichkeit und kontextabhängige Akzeptanz sprachbasierter Smart-phone-Steuerung mittels „Google-Now“ in Bezug auf Nutzer unterschiedlicher Alters-kohorten zu evaluieren, wurden im Rahmen einer Laborstudie mit zwei unabhängigen Stichproben die Effektivität und die Effizienz sprachbasierter Smartphone-Interaktion mit dem heute üblichen Interaktionsmuster der virtuellen Touchscreen-Tastatur verglichen. Außerdem wurden die empfundene Einfachheit der Nutzung und die wahrgenommene Nützlichkeit als Komponenten der Nutzerakzeptanz sowie die kontextabhängige Nutzungsbereitschaft der beiden Eingabemodalitäten evaluiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen zwar, dass beide Eingabemodalitäten sowohl von jüngeren als auch von älteren Nutzern zur Erledigung von navigationsbezogenen Aufgaben genutzt werden können, dass im Hinblick auf die Effektivität (Häufigkeit Fehleingaben) und Effizienz (Bearbeitungsdauer) der Aufgabenerfüllung jedoch auch signifikante Unterschiede sowohl zwischen den Eingabemodalitäten, als auch zwischen den beiden Alterskohorten auftreten. So konnte u. a. gezeigt werden, dass mittels Spracheingabe in beiden Versuchsgruppen weniger Fehleingaben getätigt wurden und die Sprache eine schnellere Aufgabenbearbeitung ermöglichte als die tastaturbasierte Eingabe. Der Vergleich zwischen den beiden Alterskohorten zeigte, dass jüngere Nutzer mittels tastaturbasierter Eingabe signifikant weniger Fehleingaben tätigten als Ältere und zudem alle gestellten Aufgaben des Versuchsszenarios signifikant schneller bearbeiteten. Mittels Spracheingabe konnte teilweise der gleiche Effekt festgestellt werden, allerdings nur für zwei von fünf Aufgaben. Die subjektive Bewertung der Probanden machte zudem deutlich, dass die Spracheingabe altersunabhängig sowohl nützlicher als auch einfacher zu nutzen empfunden wird als die Tastatureingabe. Allerdings zeigte sich auch, dass die Nutzungsbereitschaft stark vom Nutzungsumfeld bzw. vom Bekanntheitsgrad mitanwesender Personen abhängig ist, wobei ältere Personen der Nutzung von Spracheingaben in der Öffentlichkeit kritischer gegenüberstehen als Jüngere.



Autor(inn)en / Herausgeber(innen)

Zuletzt aktualisiert 2019-25-07 um 16:28