Aufsatz in einer Fachzeitschrift
Ödipus vs. Big-Five: Kann eine psychoanalytisch fundierte Persönlichkeitsdiagnostik einen inkrementellen Beitrag über die Big-Five-Persönlichkeitsfacetten hinaus zur Vorhersage von psychischer Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz liefern?



Details zur Publikation
Autor(inn)en:
Gisch, H.; Zimmermann, J.; Kretschmar, T.
Publikationsjahr:
2019
Zeitschrift:
Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie
Seitenbereich:
TBD
ISSN:
0932-4089

Zusammenfassung, Abstract
Bisherige Studien zeigen, dass individuelle Unterschiede in der psychischen Gesundheit von Mitarbeiter*innen teilweise durch Persönlichkeitsunterschiede erklärt werden können. Einer psychoanalytischen Perspektive folgend, ist die Persönlichkeit durch die spezifische Form der Bewältigung innerer Konflikte geprägt. Die Studie überprüft, ob diese Bewältigungsmodi einen Beitrag zur Erklärung individueller Unterschiede in der psychischen Gesundheit liefern können. Dazu wurden die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Bewältigungsmodi und der psychischen Gesundheit von erwerbstätigen Personen, operationalisiert durch Burnout, Arbeitsengagement und Arbeitszufriedenheit sowie die inkrementelle Validität gegenüber den Big- Five-Persönlichkeitsfacetten untersucht. Die Erhebung der Bewältigungsmodi erfolgte mittels des neu entwickelten OPDKonfliktfragebogens (OPD-KF). Die Zusammenhänge wurden mit Strukturgleichungsmodellen an einer hinsichtlich Alter, Geschlecht und Wohnort merkmalsspezifisch-repräsentativen Stichprobe der deutschen erwerbstätigen Bevölkerung (N = 545) untersucht. Der OPD-KF zeigt überwiegend zufriedenstellende Ergebnisse für interne Konsistenz und Dimensionalität, erwartungsgemä{ß}e Zusammenhänge mit den Outcomevariablen sowie inkrementelle Validität. Die Ergebnisse werden diskutiert und Vorschläge zur notwendigen Weiterentwicklung des Instrumentes geliefert.

Zuletzt aktualisiert 2019-30-08 um 21:47