Bar-Type supporting structure for forming a frame, comprising a plurality of nodes and bars connecting the nodes



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Description:
STABTRAGWERK ZUR BILDUNG EINES RAHMENS, UMFASSEND MEHRERE KNOTEN UND DIE KNOTEN VERBINDENDE STÄBE

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stabtragwerk zur Bildung eines Rahmens, umfassend mehrere Knoten und die Knoten verbindende Stäbe. Stabtragwerke sind beispielsweise auf dem Gebiet der Fachwerktechnik bekannt. Fachwerke werden üblicherweise aus Holz oder Metall hergestellt. Bekannt sind allerdings auch Tragwerke in der oben beschriebenen Form aus Beton, wobei im Bereich des Knotens die einzelnen Betonträger zusammenlaufen und zur Erhöhung der Festigkeit mit Armierungen versehen sind. Die Querschnitte derartiger Stabtragwerke sind meistens rechteckig oder quadratisch, im Falle einer Metallkonstruktion eines Fachwerkes sind die Querschnitte der Metallschnitte oder Träger insbesondere als Winkelstreben ausgebildet. Im Zuge von Berechnungen hat sich nun allerdings herausgestellt, dass eine Erhöhung der Festigkeit eines Stabtragwerkes zur Bildung eines Rahmens, sei dieser zwei- oder dreidimensional, dadurch erhöht werden kann, dass ein solches Stabtragwerk mit Knoten versehen ist, wobei jeder Stab mindestens eine in Längsrichtung des Stabes sich erstreckende Auskehlung aufweist, wobei sich die jeweilige Auskehlung bis in den Knoten fortsetzt. Unter einer Auskehlung wird eine sich in Längsrichtung erstreckende bogenförmige Ausnehmung verstanden. Wie bereits ausgeführt, konnte durch eine solche Auskehlung erreicht werden, dass die Tragfähigkeit eines Stabtragwerkes der eingangs genannten Art wesentlich erhöht wurde. Insbesondere konnte eine Erhöhung dann festgestellt werden, wenn zwei derartige Auskehlungen jeweils parallel zueinander verlaufend das Stabtragwerk, d. h. auch den einzelnen Stab, bestimmen. Der Vorteil liegt nicht nur in einer gegenüber einem Vollstab mit beispielsweise rechteckigem oder quadratischem Querschnitt erhöhten Stabilität, sondern auch an einer schlankeren und grazileren Bauweise. Eine solche Möglichkeit eröffnet sich insbesondere dann, wenn dieses Stabtragwerk aus Beton, insbesondere aus einem Beton, insbesondere einem hochfesten Beton, hergestellt wird, wie er in der DE 103 32 491 A1 beschrieben ist. Grundsätzlich spricht allerdings nichts dagegen, ein solches Stabtragwerk auch aus anderen Materialien, insbesondere aus Stahl oder Kunststoff, in der vorbeschriebenen Form herzustellen. Es hat sich in diesem Zusammenhang insbesondere herausgestellt, dass mit einem solchen aus hochfestem Beton hergestellten Stabtragwerk z. B. auch der innere Rahmen einer Waschmaschine herstellbar ist. Der Vorteil in der Verwendung von Beton gegenüber Stahl besteht in der heutigen Zeit insbesondere darin, dass Stahl gegenüber Beton wesentlich teurer ist. Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung weist der Knoten mindestens zwei Ansatzelemente zur Aufnahme jeweils eines Stabes auf. Hierdurch ist ein Stabtragwerk quasi nach dem Baukastenprinzip aus vorgefertigten Teilen in nahezu beliebiger Größe herstellbar. Durch die Anordnung eines Ansatzelementes und einer korrespondierenden Ausbildung des Stabendes wird eine in zwei Raumrichtungen formschlüssige Verbindung erreicht, was zum einen der Erhöhung der Passgenauigkeit und zum anderen der Erhöhung der Stabilität dient. Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Ansatzelement des Knotens eine Ausklinkung aufweist, wobei der Stab endseitig einen entsprechend der Form der Ausklinkung ausgebildeten Schuh aufweist, wobei der Stab mit dem Ansatzelement im Bereich der Ausklinkung insbesondere stoffschlüssig, z. B. durch Kleben mittels Epoxidharz, verbindbar ist. Die Ausklinkung ist hierbei im Querschnitt nach Art eines ungleichschenkligen Trapezes ausgebildet, wobei die Ausklinkung entsprechend dem Verlauf der parallel zueinander verlaufenden beiden Kehlen, die im Wesentlichen in ihrer flächenmäßigen Erstreckung gleich groß sind, abfallend ausgebildet ist. Nach einem besonderen Merkmal ist vorgesehen, dass das Stabtragwerk quaderförmig ausgebildet ist. Ein solches Stabtragwerk kann dann ähnlich einem Baustein fungieren, und zwar insofern, als mit einem solchen quaderförmigen Stabtragwerk auch Gebäude hergestellt werden können, weil der Hohlraum des quaderförmigen Stabtragwerkes vorteilhaft mit einem Füllmaterial ausgefüllt ist, das im Vergleich zu dem Material des Stahltragwerks selbst unterschiedlich ist. In diesem Zusammenhang kann beispielsweise als Füllmaterial ein wärmedämmender und/oder schallisolierender und/oder wärmespeichernder Stoff Verwendung finden. Denkbar ist hierbei insbesondere die Verwendung von Polystyrol oder anderen geschäumten Materialien, um insbesondere eine hohe Wärmedämmung zu erzielen. Die Verwendung derartiger quaderförmiger Stabtragwerke zur Erstellung von Bauten ist insbesondere vor dem Hintergrund interessant, dass durch die offenen Seitenflächen Leitungen für die Hausinstallation geführt werden können. Derartige Öffnungen zum Durchführen derartiger Installationsleitungen bzw. durch Polystyrol als Füllmaterial sind extrem einfach und damit kostengünstig herzustellen, weil hierzu kaum zusätzlicher Arbeitsaufwand erforderlich ist. Dies ganz im Gegensatz zu herkömmlichen Bausteinen, bei denen zur Unterbringung von Installationsleitungen im Wesentlichen immer Kanäle gestemmt werden müssen. Das Füllmaterial selbst muss keine Tragfunktion übernehmen, da insbesondere dann, wenn das Stabtragwerk aus Beton - und hier insbesondere aus hochfestem Beton - hergestellt ist, die Tragfunktion von diesem quaderförmigen Stabtragwerk übernommen wird. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen mehrere parallel zueinander verlaufende Stäbe eine Trennstelle auf, wobei die Stäbe an der Trennstelle durch ein Zwischenglied mit niedriger Wärmeleitfähigkeit verbunden sind. Bei der Herstellung von Gebäuden besteht immer die Problematik, den Wärmetransport zwischen Wandinnen- und Wandaußenseite so gering wie möglich zu halten. Da Beton bekanntermaßen als guter Wärmeleiter gilt, ist nun vorgesehen, die Stäbe des quaderförmigen Stabtragwerkes, die sich quer zur Ebene der Wand erstrecken, zu teilen und im Bereich der Teilung mit einem Zwischenglied aus wärme- isolierendem Material zu versehen, um so eine Wärmebrücke zu vermeiden. Darüber hinaus ist nach einem weiteren Merkmal vorgesehen, dass das mit Füllmaterial versehene quaderförmige Stabtragwerk auf einer Seite eine Dampfbremse oder Dampfsperre oder eine feuchteadaptive Folie aufweist, um die Wasserdampfdiffusion zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Wie bereits an anderer Stelle erläutert, ist nach einem besonderen Merkmal vorgesehen, dass das Stabtragwerk quaderförmig ausgebildet ist. In diesem Zusammenhang kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung insbesondere vorgesehen sein, dass ein solches quaderförmiges Stabtragwerk einen Hohlkörper in alle drei Raumrichtungen elastisch nachgiebig aufnimmt. Dies vor folgendem Hintergrund: Das Stabtragwerk in Form eines Quaders kann als Bauelement eine Dimension haben, in der es in der Lage ist, Hohlkörper in Form von Gebäuderäumen aufzunehmen. Derartige quaderförmige Stabtragwerke können zu mehreren zur Erstellung eines Gebäudes hintereinander und aufeinander gesetzt werden, wobei jeder dieser Quader einen solchen Hohlkörper in Form eines Gebäuderaumes in alle drei Raumrichtungen durch ein Feder-/Dämpfersystem elastisch nachgiebig aufnimmt. Der Vorteil dieser Ausgestaltung besteht darin, dass mit einem solchen Bauwerk eine erdbebensichere Bauweise verwirklicht werden kann. Dies deshalb, weil die durch die Erschütterungen in Schwingung gesetzten starren Gebäudeteile eine verhältnismäßig geringe Masse haben und die elastisch aufgehängten Hohlkörper die Schwingungen der starren Gebäudeteile partiell kompensieren. Dies gilt dann, wenn die Erregerfrequenz und Dämpfung von Rahmen und Hohlkörper aufeinander abgestimmt werden. Hieraus wird deutlich, dass dann, wenn eine Mehrzahl solcher ein Gebäude bildende Quader durch beispielsweise Erschütterungen zur Schwingung angeregt wird, die unterschiedlichen Dämpfungseigenschaften des Feder- und Dämpfer- Systems das Aufschwingen eines solchermaßen hergestellten Gebäudes im Wesentlichen vermeiden. Im Einzelnen ist vorgesehen, dass ein Feder-/Dämpfersystem im Zentrum jedes Knotens angeordnet ist. Dies deshalb, weil dort das Stabtragwerk die höchste Stabilität aufweist. Zur Aufnahme des Feder-/Dämpfersystems ist des Weiteren vorgesehen, dass das Stabtragwerk Aufnahmeelemente, beispielsweise in Form von Ösen, aufweist. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Aufnahmeelemente im Bereich der mittleren Kehllinie angeordnet sind. Denkbar ist ebenfalls die Anordnung von Buchsen zum Einlegen oder Einschrauben des Feder-/Dämpfersystems. Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielhaft näher erläutert. Figur 1 zeigt den Knoten eines Stabtragwerkes mit drei Ansatzelementen zur Verbindung mit jeweils einem Stab; Figur 2 zeigt eine weitere Ansicht auf den Knoten gemäß Figur 1 ; Figur 3 zeigt schematisch ein quaderförmiges Stabtragwerk, dessen Innenraum mit einem Füllmaterial ausgefüllt ist; Figur 3a zeigt die Verbindung von Stäben durch eine Hülse; Figur 4 zeigt ein quaderförmiges Stabtragwerk mit elastisch aufgehängtem Hohlkörper als Teil eines Gebäudes. Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Knoten 1 besitzt drei Ansatzelemente 2, 3 und 4, die vom Grundsatz her gleich ausgebildet sind und ineinanderlaufend den Knoten 1 bilden. Die durch den Knoten 1 aufgenommenen Stäbe sind mit 10 bezeichnet. Ein solcher Stab 10 weist zwei parallel zueinander verlaufende Auskehlungen 11 und 12 auf, wobei die Auskehlungen 11 und 12 durch eine Kehllinie 13 miteinander in Verbindung stehen. Die Höhe hi der Kehllinie bezogen auf die Flanke 14 beträgt etwa 2/3 der Höhe der Flanke 15. Im Übrigen gilt, dass die Auskehlungen 11 und 12 im Wesentlichen gleich sind. Das bedeutet, dass die Breite X1 der Auskehlung 11 gleich der Breite X2 der Auskehlung 12 ist. Wie sich ebenfalls aus Figur 1 ergibt, besitzt ein solcher Stab einen Schuh 20, dessen Form korrespondierend zu der Ausklinkung 8 in dem Ansatzelement 2 bis 4 des Knotens 1 getroffen ist, d. h. im Querschnitt nach Art eines ungleichschenkligen Trapezes ausgebildet ist. Die Ausbildung des Knotens ist in Bezug auf die Auskehlungen 11 und 12 genauso gehalten wie die des Stabes 10. Wesentlich ist, dass die Auskehlungen 11a und 12a in den Knoten 1 , ausgehend von den Ansatzelementen 2, 3 und 4, ineinander laufen, wie sich dies sehr anschaulich aus Figur 1 , aber auch aus Figur 2 ergibt. Die Erhöhung der Stabilität eines in dieser Weise ausgebildeten Stabtragwerkes gegenüber einem Stabtragwerk, das Zusatzelemente und Stäbe mit rechteckigem und quadratischem Querschnitt aufweist, besteht darin, dass durch die Wölbungen auf Grund der Auskehlungen eine Erhöhung der Stabilität ähnlich einem Brückengewölbe oder einem Gebäudegewölbe erzeugt wird. Dies gilt insbesondere für die Gestalt des Knotens, der durch den von den Ansatzelementen eingeschlossenen Bereich nach Art eines Gewölbes ausgebildet ist, wodurch sich die gegenüber einer reinen Rechteckform erhöhte Stabilität ergibt. Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein quaderförmiges Stabtragwerk gemäß Fig. 3. Dieses quaderförmige Stabtragwerk stellt sich im Prinzip als dreidimensionaler Rahmen dar. Der Raum im Inneren des Rahmens ist mit einem Füllmaterial ausgefüllt, z. B. Polystyrol. Stellt man sich vor, dass aus derartigen quaderförmigen Stabtragwerken eine Wand erstellt wird, so erkennt man, dass das aus Knoten 1 und Stäben 10 ausgebildete quaderförmige Stabtragwerk darüber hinaus sich quer zur Fläche erstreckende Stäbe 10a aufweist, die eine Trennstelle 50 aufweisen. Im Bereich dieser Trennstelle sind die Stäbe 10a durch ein Zwischenglied 55 mit niedriger Wärmeleitfähigkeit verbunden. Dieses Zwischenglied mit niedriger Wärmeleitfähigkeit sorgt dafür, dass zwischen der Innen- und der Außenseite der Wand keine Wärmebrücke durch die Stäbe 10 des quaderförmigen Stabtragwerkes gebildet wird. Das Zwischenglied 55 kann hierbei eine Hülse aus einem Stoff mit niedriger Wärmeleitfähigkeit sein, wobei durch dieses hülsenförmige Zwischenstück die Stäbe 10a steckbar aufnehmbar sind. Zur Erhöhung der Stabilität und zur Verminderung der Wärmeleitfähigkeit kann die Hülse etwa mittig einen Puffer 55a aus Vollmaterial aufweisen (Figur 3a). Im Inneren des quaderförmigen Stabtragwerkes befindet sich der Füllstoff 56, beispielsweise ein Polystyrol. Das quaderförmige Stabtragwerk, dessen Stäbe und Knoten insbesondere aus Beton, und hier insbesondere aus einem hochfesten Beton, hergestellt sind, weist zu allen Seiten Öffnungen auf. Bei der Verwendung solcher quaderförmigen Stabtragwerke zur Führung von Installationsleitungen, insbesondere solche für Gas, Wasser, Strom, durch das Innere derartiger quaderförmiger Stabtragwerke durch den Füllstoff hindurch. Da der Füllstoff, vorzugsweise ein Polystyrol, leicht zu bearbeiten ist, ist nunmehr die Durchführung derartiger Versorgungs- leitungen relativ einfach und damit auch preiswert. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass auf einer Seite dieses quaderförmigen Stabtragwerkes eine Dampfbremse, eine Dampfsperre oder eine feuchteadaptiven Folie angeordnet ist. Das quaderförmige Stabtragwerk gemäß Fig. 4 umfasst mehrere Knoten 1 , die durch Stäbe 10 miteinander in Verbindung stehen. Im Bereich der Knoten 1 sind Feder-/Dämpfersysteme 100 angeordnet, die den mit 120 bezeichneten Hohlkörper in alle drei Raumrichtungen elastisch beweglich dämpfend aufnehmen. Aus solchen quaderförmigen Stabtragwerken gemäß Fig. 4 kann ein gesamtes Gebäude erstellt werden, in dem nämlich mehrere derartiger quaderförmigen Stabtragwerke nebeneinander und/oder übereinander angeordnet werden und miteinander verbunden sind, wenn die einzelnen quaderförmigen Stabtragwerke Hohlkörper 120 aufnehmen, die als Wohnräume ausgebildet sind. Insbesondere wenn die Dämpfer des Feder-/Dämpfersystems 100 eines Stabtragwerkes eine zueinander unterschiedliche Dämpfungskennlinie aufweisen, besteht nicht die Gefahr, dass bei Erschütterungen, beispielsweise als Folge eines Erdbebens, sich die im quaderförmigen Stabtragwerk elastisch nachgiebig gelagerten Hohlkörper aufgrund etwaiger Resonanzen aufschwingen. Vielmehr ist denkbar, dass bei geeigneter Wahl der Dämpfungskennlinie der einzelnen Systeme eines jeden quaderförmigen Stabtragwerkes sich die auftretenden Schwingungen in dem hieraus hergestellten Gebäude zumindest partiell kompensieren, da sie sich teilweise gegenseitig auslöschen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Masse und die Federkennlinie die Resonanzfrequenz bestimmen und der Dämpfer eines solchen Systems den Schwingungsweg in einem Frequenzbereich.



Last updated on 2016-04-08 at 16:49