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Einfluß des Klimawandels auf Wasserverfügbarkeit und Hochwasser in Deutschland und Europa: eine integrierte Analyse (Kurztitel: EuroWasser)


Project Details
Project duration: 03/199902/2001


Abstract
Ziel des EuroWasser-Projekts ist es, klimatische, hydrologische und thematische Daten sowie vorhandene Wassermodelle, insbesondere das integrierte, globale Wassermodell WaterGAP zu nutzen, um die möglichen Auswirkungen eines Klimawandels auf Wasserdargebot, Wassernutzung, Wasserkraftpotential und Hochwasser in Deutschland und im übrigen Europa abzuschätzen. Die integrierte Analyse verbindet dabei die physischen Prozesse in der natürlichen Umwelt mit politikrelevanten Faktoren. Das Projekt wird überschlägige, jedoch konsistente Aussagen für ganz Europa treffen, wobei der geographische Schwerpunkt auf Deutschland liegt. Beispielhaft werden fünf große europäische Einzugsgebiete näher betrachtet (Elbe, Oder, Rhein, Guadalquivir, Dnjepr oder Donau). Im Rahmen eines Projektverbundes besteht enge Zusammenarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sowie dem Institut für Atmosphärenforschung in Geesthacht(GKSS). Ziel dieser Kooperation ist es, die für unterschiedliche Skalenbereiche entwickelten Wassermodelle WaterGAP (GhK), ARC/EGMO (PIK) und GESIMA/SEWAB/TOPMODEL (GKSS) bezüglich ihrer Anwendbarkeit, ihres Skalenverhaltens und ihrer Aussagegenauigkeit in zwei Beispiel-Einzugsgebieten (Elbe und Oder) vergleichend zu untersuchen und kritisch zu bewerten. Die Ergebnisse dieser Vergleichsstudien dienen der Erweiterung des Prozeßverständnisses, insbesondere in Bezug auf das Problem des Skalenwechsels, und werden zur Modellverbesserung genutzt.
Bisherige Ergebnisse: Die bisherigen Arbeiten konzentrierten sich auf die Verbesserung bzw. Anpassung des Modells WaterGAP für den Untersuchungsbereich Europa. So wurde zum einen das Wassernutzungsmodul vollständig überarbeitet bzw. in großen Teilen neu entwickelt. Zum anderen wurde in der Komponente der Wasserverfügbarkeit, neben der Überarbeitung einzelner hydrologischer Parameter, insbesondere das laterale Fließrichtungsmodell umfangreich korrigiert sowie Feuchtgebiete, Seen und Stauseen mittels neuentwickelter Datengrundlagen und makroskalig ausgerichteter Konzepte in das Modell integriert. Nach einer Harmonisierungsphase der unterschiedlichen Modelle wurden erste Simulationen mit dem modifizierten WaterGAP für den Raum Europa durchgeführt sowie die Modellvergleiche und -verbesserungen intensiviert. Insbesondere wurde eine Methodik zur Analyse des Wasserkraftpotentials und der Hochwasserhäufigkeiten entwickelt und implementiert, welche Szenariorechnungen unter dem Aspekt des Klimawandels und des Globalen Wandels ermöglicht.

Last updated on 2017-11-07 at 14:03