Project without external funding

STABILIZATION - Stabilisierungsziele für Treibhausgaskonzentrationen: Eine Abschätzung der Auswirkungen und der Emissionspfade


Project Details
Project duration: 02/199702/1999


Abstract
Zielsetzung
Ziel dieses Projektes ist es, politischen Entscheidungsträgern Informationen zur Verfügung zu stellen, die hilfreich bei der Entwicklung von langfristigen Perspektiven für den globalen Klimaschutz sein können. Mit diesem Projekt liefern wir eine quantitative Abschätzung der globalen und regionalen Auswirkungen von zwei langfristigen Stabilisierungszielen für die Treibhausgaskonzentration, nämlich für 550 ppm und 450 ppm CO2 in der Atmosphäre. Für den Zeitraum 1990-2100 wurden untersucht:
  • die globalen und regionalen Treibhausgasemissionen, die erlaubt sind, um diese Stabilisierungsziele zu erreichen;
  • die Auswirkungen des mit diesen Stabilisierungszielen einhergehenden Klimawandels auf wichtige natürliche und sozioökonomische Systeme.
Alle Berechnungen wurden mit dem integrierten globalen Modell IMAGE 2.1 durchgeführt.

Ergebnisse
Das Projekt wurde im April 2000 mit dem Bericht über "Stabilisierungsziele für Treibhausgaskonzentrationen: Eine Abschätzung der Auswirkungen und der Emissionspfade" abgeschlossen. Die wichtigsten Schlussfolgerungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Eine signifikante Reduktion der Treibhausgasemissionen ist sowohl auf globaler als auch auf regionaler Ebene notwendig, um die angestrebten Stabilisierungsziele für die atmosphärische CO2 -Konzentration umzusetzen.
  • Reduktionsmaßnahmen werden in erster Linie von den Industriestaaten direkt durchgeführt oder finanziert werden müssen, wenn Entwicklungs- und Industrieländern langfristig das gleiche Recht auf Pro-Kopf-Emissionen zugestanden werden soll.
  • Trotz einer Reduktion der globalen Treibhausgasemissionen und einer langfristigen Stabilisierung der atmosphärischen Treibhausgaskonzentrationen sind durch den Klimawandel bedingte Beeinträchtigungen der untersuchten Systeme zu erwarten. Kurzfristig kann das Ausmaß der negativen Auswirkungen sehr schnell ansteigen, auch wenn eine Stabilisierung auf dem gewählten Konzentrationspfad umgesetzt wird. Eine Verzögerung der Reduktionsmaßnahmen, wie sie oft aus ökonomischen Gründen vorgeschlagen wird, hat eine entsprechend schnellere Änderung des Klimas mit all seinen Konsequenzen zur Folge.
  • Da eine baldige und deutliche Veränderung des Klimas mit großer Sicherheit zu erwarten ist, sollte die Planung von Maßnahmen und die Erhöhung der Fähigkeit zur Anpassung an einen Klimawandel eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Grundsätzlich schwierig ist die Anpassung natürlicher Ökosysteme, die daher besonders anfällig gegenüber einer Klimaänderung sind.

Weiterführung
Am Zentrum wurde für das Umweltbundesamt ein Folgeprojekt mit dem Titel "Szenarien für die regionale Verteilung von Klimaschutzverpflichtungen und ihre Auswirkungen" durchgeführt, das inzwischen ebenfalls abgeschlossen wurde (siehe Projekt Burden-Sharing).


Last updated on 2017-11-07 at 13:41

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