Hochschulschrift, Bericht einer Institution
Raufuttergabe an Sauen als Präventivmaßnahme gegen Sauen- und Ferkelerkrankungen



Details zur Publikation
Autor(inn)en:
Schubbert, A.; Werner, C.; Sundrum, A.
Publikationsjahr:
2010
Seitenbereich:
TBD

Zusammenfassung, Abstract
Unter standardisierten Bedingungen wurden fünf verschiedene Raufuttermittel (Stroh, Heu, Kleegrassilage, Maissilage, Topinamburknollen) ad libitum und in Zusammenhang mit einer restriktiven Kraftfuttergabe eingesetzt. Es sollten die möglichen Effekte im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Raufutter auf die Magen-Darm-Flora, Tiergesundheitsparameter von Sau und Ferkel nach der Geburt und auf die Konstitution der Sau in Trage- und Säugezeit sowie auf die Reproduktionsleistungen untersucht werden. Zusätzlich wurden die Aufnahmemengen der Raufuttermittel quantifiziert sowie die Arbeitszeit für die Raufuttervorlage für alle Varianten erfasst. In einem zweiten Schritt wurde die {\dq}effektivste{\dq} Raufuttervariante auf vier Praxisbetrieben implementiert und hinsichtlich oben genannter Parameter erneut evaluiert. Die Verfütterung der verschiedenen Raufuttermittel führte zu einer Stabilisierung der Magen-Darm-Flora im Vergleich zur Kontrollgruppe. Insbesondere konnte durch die Verfütterung der verschiedenen Raufuttermittel der Gehalt an Clostridium perfringens signifikant reduziert werden. Die tragenden Sauen waren in der Lage durch die ad libitum Raufutteraufnahme das reduzierte Energieangebot über Kraftfutter zu kompensieren ohne negative Effekte auf die Reproduktionsleistungen. Die Bestimmung der Futteraufnahme zeigte, dass Saftfuttermittel in hohen Mengen verzehrt werden und diese sich besonders für die Supplementierung zu einer verringerten Kraftfuttergabe eignen.


Autor(inn)en / Herausgeber(innen)

Zuletzt aktualisiert 2019-25-07 um 19:45